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Spargelanstich Rieben 2008 |
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Beelitzer Spargelkönigin 2008 Josephin Reiche und Dr. Dietmar Woidke, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz |
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Dank freundlicher Unterstützung von PRISMA
www.prisma.de
und mit Zustimmung von Franz Hünnekens (Autor des Berichtes) kopiert:
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Presseinformation - Quelle : www.mluv.brandenburg.de Spargelsaison 2008: Spät, aber er kommt ( 17.04.2008 )Beelitz – Mit einem Doppelschlag startet Brandenburg mit dem Beelitzer Spargelverein auch in diesem Jahr in die Spargelsaison. Am 17. April kommt Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) zum Anstich in den Spargelhof „Am Storchennest“ des Vereinsmitglieds Harald Heinrich im Beelitzer Ortsteil Rieben. Am Freitag (18. April) wirbt Agrar- und Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze im Berliner Regierungsviertel für den Frühlingsboten aus Brandenburg. 2007 begann die Spargelsaison in Deutschland besonders früh. Kühle Temperaturen und die fehlende Sonneneinstrahlung haben einen frühen Start in die Spargelsaison verhindert. Mit viel Geschick und dank großer Erfahrung beim Einsatz der Abdeckplanen über den Dämmen sorgen die Spargelbauern auch in diesem Jahr dafür, dass die Brandenburger Spezialität pünktlich auf den Tisch kommt. Kein anderes Gemüse hat in Brandenburg so einen Aufschwung erlebt wie der Spargel. Seit 1990 wuchs die Anbaufläche kontinuierlich. Während bundesweit der Anbau dieser Kultur nach starkem Wachstum in den Vorjahren im letzten Jahr nur gering von 18.408 (2006) auf 18.610 Hektar (2007; plus 202 Hektar) stieg, nahm sie im gleichen Zeitraum in Brandenburg überdurchschnittlich zu und wuchs 2007 auf 2.681 Hektar. Platz drei im Ländervergleich Bei einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Gesamternte von 13.270 Tonnen entspricht dies einem Ertrag von 49,5 Dezitonnen pro Hektar. Das macht 40 Prozent der gesamten Gemüseanbauflächen des Landes aus. Damit landete Brandenburg nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erneut auf Platz drei in Deutschland. |
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(Quelle: Statistisches Bundesamt 2007) 2007 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts 94.200 Tonnen Spargel geerntet, so viel wie noch nie zuvor. Erkennbar ist, dass die inländische Spargelproduktion deutlich von 27.256 Tonnen im Jahr 1994 auf 94.285 Tonnen (plus 346 Prozent) 2007 gestiegen ist, während sich der Verbrauch von frischem Spargel pro Kopf von 723 Gramm pro Kopf 1994 auf 1.048 Gramm (plus 145 Prozent) im Jahr 2006 erhöht hat. Der Anteil der Importe an der gesamten Marktversorgung ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Mit 29.500 Tonnen erreichten die Importe 2006 gerade noch einen Marktanteil von 34 Prozent. Wichtigste Lieferländer sind Griechenland und Spanien. Die Ausfuhren, vor allem in die skandinavischen Länder, sind von 422 Tonnen im Jahr 1994 auf 2.100 Tonnen 2006 gestiegen. |
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Beelitzer Anbaugebiet Die natürlichen Voraussetzungen für den Spargelanbau sind im Land Brandenburg Fall günstig. Das Hauptanbaugebiet in Brandenburg - und auch die größte deutsche Anbauregion überhaupt - liegt um Beelitz im Landkreis Potsdam Mittelmark. Mit 2.000 Hektar Anbaufläche kommen fast 90 Prozent der Brandenburger Spargelernte von dort. Die Frische und die Qualität des Produkts aufgrund der kurzen Wege und sicher auch die besondere Zusammensetzung der leichten, sandigen Böden mit unterschiedlichen Lehmanteilen, die für den Spargelanbau nahezu ideale natürliche Voraussetzungen bieten, bürgen für die Marke „Beelitzer Spargel“. Clevere Vermarktung Unmittelbar verbunden mit der Ausdehnung des Spargelanbaus geht ein Wandel in den Absatzstrukturen einher. So wurde zu Beginn der 90er Jahre zunächst unmittelbar aus kleinen Ständen am Feldrand verkauft, an denen die Kunden den Verkäufern den Spargel regelrecht aus den Händen rissen. Aufgrund dieses unerwartet großen Erfolgs entstanden in relativ kurzer Zeit Spargelhöfe, die Produktion und Direktvermarktung unter einem Dach vereinen. Dabei erreichen die Verkaufsanlagen im unmittelbaren Berliner Umland und insbesondere im Beelitz Gebiet beachtliche Ausmaße. Und die Begeisterung der Berliner für den Beelitzer Spargel ist ungebrochen. Im Laufe der Zeit wurden und werden die Verkaufseinrichtungen immer mehr komplettiert: moderne Aufbereitungstechnik und Kühllagerung kamen ebenso hinzu wie die Verbreiterung der Angebotspalette. So entstand eine Spargel-Erlebnisgastronomie auf hohem Niveau. Parallel dazu verbesserten die Spargelbauern, vor allem um Beelitz und in der Lausitz, ihre Vermarktung. Zu einer richtigen Spargelsaison gehören heute Hoffeste, mobile Verkaufsstände und Spargelwochen in der örtlichen Gastronomie. Seit 2002 können die Verbraucher auf dem Höhepunkt der Spargelsaison das Edelgemüse für kurze Zeit in den Supermärkten erwerben. Der jährliche Anstich wird Jahr für Jahr immer mehr zum gesellschaftlichen Ereignis für Prominenz aus Brandenburg und auch aus Berlin. |
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Verbrauch wächst Sieht man von witterungsbedingten Schwankungen ab, so wird erkennbar, dass mit jedem neuen Jahr die Produktionsmengen im Land Brandenburg seit 1991deutlich angestiegen sind. Statistisch kaufen von 100 Haushalten 45 einmal jährlich Spargel. Im Durchschnitt werden rund 1,8 Kilogramm Spargel je Haushalt verbraucht. Dies ergibt einen Durchschnittsverbrauch aus inländischer Produktion von 1,048 Kilogramm je Einwohner und einen Selbstversorgungsgrad von 73 Prozent. Der Verbrauch ist in Deutschland in den letzten Jahren auf 86.430 Tonnen (2006) gestiegen und der Selbstversorgungsgrad von 36 Prozent 1994 auf 73 Prozent 2006. Für die rund 5,952 Mio. Berliner und Brandenburger ergibt sich nach diesem Durchschnittsverbrauch ein Absatz von rund 6.238 Tonnen Spargel. Die Jahresproduktion 2007 lag in der Region bei 13.270 Tonnen. Demnach wurden 7.032 Tonnen Spargel auswärts vermarktet. Betrachtet man Deutschland insgesamt, dann ist in den letzten zehn Jahren die Produktion stärker als die Nachfrage gewachsen, der deutsche Markt tendiert also in Richtung auf eine Sättigung, jedoch wurde durch die Entwicklung eines nennenswerten Exports eine gewisse Entlastung erreicht. Hinzu kommt, dass es im Zeitraum 1991 bis 2005 innerhalb Deutschlands eine bedeutende Veränderung der Warenströme gegeben hat – allein in Brandenburg stieg die Spargelproduktion in diesem Zeitraum auf das 17,2fache. |
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Nach Angaben aus dem GfK-Haushaltspanel, das im Auftrag von ZMP und CMA geführt wird, kauften die privaten Verbraucher in Deutschland 2007 rund 9 Prozent mehr frischen Spargel ein als im Vorjahr. Der Außer-Haus-Verzehr ist dabei noch nicht berücksichtigt. Da es sich bei Spargel um ein vergleichsweise teures Gemüse handelt, ist der Verbrauch sehr stark konjunktur- und einkommensabhängig. Unterstellt man in Ermangelung regionalen Zahlenmaterials, dass der Spargelverbrauch pro Kopf und Jahr in Brandenburg mit dem Bundesdurchschnitt übereinstimmt, dann wird deutlich, dass auch bei der Berücksichtigung des Verbrauchs in Berlin und der Vernachlässigung aller Einfuhren aus anderen Regionen in Deutschland und der Welt die heimische Produktion deutlich über der hiesigen Nachfrage liegt (181 Prozent) – die Brandenburger Spargelproduzenten sind deshalb auf Ausfuhren in andere Regionen angewiesen. Aufgrund der im Vorjahresvergleich geringeren Ernte und der leicht gestiegenen Nachfrage war Deutschland insgesamt im Jahr 2006 erstmals seit mehreren Jahren wieder ein Nettoimporteur. Weil viele Brandenburger und Berliner sich während der Saison auch mit preiswertem polnischem Spargel eindecken, gibt es einen starken West-Ost Gefälle bei der Spargelvermarktung. Mit Ausnahme des Anbauzentrums Potsdam-Mittelmark (plus 267 Hektar), hat sich im Vergleich zum Zeitraum vor 2002 das Wachstum der Spargelanbauflächen deutlich verlangsamt. Es kam regional erstmals zu Anbaueinschränkungen, zum Beispiel in Ostprignitz-Ruppin (2002: 51 Hektar, 2004: 44 Hektar). Dies verdeutlicht, dass die Möglichkeiten der Direktvermarktung für Spargel in Berlin und Brandenburg weitgehend ausgereizt sind. Das deutliche Wachstum der Anbauflächen in der Beelitzer Region ist auch der erfolgreichen, bundesweiten Vermarktung über die Erzeugerorganisation Beelitz-Spargel mit Sitz in Kloster Lehnin zu verdanken. |
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Stangen lieber direkt Beim Einkauf unterscheidet sich Spargel deutlich von anderen Gemüsearten. Bei Frischgemüse insgesamt erreichen die Discounter einen Anteil von etwas mehr als 51 Prozent mit steigender Tendenz. Für Spargel liegt dieser Anteil knapp unter 20 Prozent. Dafür spielen beim Spargel Wochenmärkte und Fachgeschäfte sowie Direktvermarktung ab Hof oder an der Straße eine deutlich größere Rolle. Ökonomisch betrachtet bedeutet der Weg von der Direktvermarktung in den organisierten Lebensmitteleinzelhandel den Übergang von vergleichsweise kleinen Produktionsmengen mit hohen Preisen zu großen, einheitlichen Partien in guter Qualität zu deutlich niedrigeren Preisen, verbunden mit der Verpflichtung zu einer kontinuierlichen Belieferung während der Erntesaison. Damit werden an die Wirtschaftlichkeit des Produktionsverfahrens (Produktionskosten, Erntemengen- und qualitäten) deutlich höhere Anforderungen als in der Direktvermarktung gestellt. Zugleich nimmt der Druck auf die verbliebenen Direktvermarkter zu, einerseits weil das Nachfragepotential in den Anbaugebieten begrenzt ist, andererseits weil Substitutionseffekte vom erlebnisorientierten, aber teueren Direktabsatz zu den preisaktiven Discountern zu erwarten sind. |
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Fachlich zuständig: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, Referat 02 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Jens-Uwe Schade, Tel.: 0331/ 866 -7016, Fax: 0331/ 866 -7018, E-Mail: Jens-Uwe.Schade@MLUV.Brandenburg.de Presseinformation > Quelle : www.mluv.brandenburg.de |
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Beelitzer Spargelfrauen |
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