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Weinanbau - Quelle : wikipedia.org

Der Weinanbau ist nach der Fischerei das zweitälteste Gewerbe der Stadt. Vor über 700 Jahren brachten Mönche des Zisterzienserordens den Weinanbau an die Havel. Der märkische Wein zählte am Ende des 13. Jahrhunderts zu den wichtigsten Exportartikeln nach Ost- und Nordeuropa. Die Hohenzollern, sie kamen aus Franken in die Mark, machten den märkischen Wein hoffähig. Bis zum Tode des Großen Kurfürsten wurde er an seiner Tafel getrunken. Die erste märkische Weinmeisterordnung wurde bereits 1598 vom Kurfürsten Johann Georg erlassen und damals wurde berichtet, die Havel sei umgeben von Weinbergen wie die Mosel. Doch der Weinanbau in der Mark war nicht problemlos. Die Winter waren mitunter so hart, dass viele Rebstöcke erfroren. So geschehen im Winter 1739/40, nachdem der Frost bis in den Juni anhielt. In der 1.Hälfte des 18.Jahrhunderts wurde in Werder Wein auf einer Fläche von mehr als 100 Hektar angebaut. Die damaligen Rebsorten waren „Weißer Elbling“, „Weißer und Roter Schönedel“ und der „Rotfranke“. Es wurde jedoch immer mehr Rotwein als Weißwein angebaut. Der Werderaner Wachtelberg zählt zu den ältesten Weinbauorten außerhalb der Insel Werder. Auf der Insel wurde Wein am Mühlen- und am Gottesberg angebaut. Das Weinlaub wurde früher zum Einwickeln von Obst, speziell von Aprikosen und Pfirsichen verwandt. Die Früchte konnten so schonend in den Obsttienen transportiert werden. Im Jahre 1887 wurde noch von 2 Weinbergen berichtet. Mit dem Erfrieren der letzten Weinstöcke im Winter 1955/56 endete vorläufig die Weinanbauperiode in Werder. Erst 1985 begann die Gärtnerische Produktionsgenossenschaft (GPG) „Obstproduktion“ auf dem Wachtelberg mit dem Anlegen eines Weinberges auf einer Fläche von 4,8 Hektar. Heute wachsen dort auf einer Fläche von fast 7 Hektar ca. 30.000 Rebstöcke. Dazu gehört u. a. Dornfelder, Regent, Saphira und Müller-Thurgau. Im Rahmen der Bundesgartenschau in Potsdam wurden Weinlehrpfade auf dem Wachtelberg angelegt. Hier wachsen heute 38 Rot -und 40 Weißweinsorten. Der Werderaner Wachtelberg liegt geografisch 52° 22′ N, 12° 56′ O. Im Jahre 1991 wurde dieser Weinberg als „Großlagenfreie Einzellage“ in das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut aufgenommen und durch die EU anerkannt. Sie ist damit die nördlichste eingetragene Lage für Qualitätsweinanbau (QbA) in Europa und der Welt.
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Quelle : wikipedia.org

Werder (Havel) ist eine Stadt westlich von Potsdam im Bundesland Brandenburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Als staatlich anerkannter Erholungsort ist Werder überregional durch das jährliche Baumblütenfest im Mai bekannt, das zu den größten Volksfesten in Deutschland zählt.

Die Stadt liegt 35 km südwestlich von Berlin im Nordosten der von der letzten Eiszeit geprägten Landschaft Zauche, der älteste Stadtteil auf einer Insel in der dort 700 bis 1400 m breiten Havel, Höhe: 38 m. Daher rührt auch der Name, denn Werder (ähnlich wie Werth oder Wörth) bedeutet Insel im Fluss. Werder ist ansonsten von den Havelseen Schwielowsee, Glindower See, Großer Plessower See und Großer Zernsee umgeben.
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